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Ratgeber · 8 Min. Lesezeit

DJ richtig briefen: Diese Infos braucht dein DJ vor dem Event

Das Briefing ist der wichtigste Schritt zwischen Buchung und Event. Wer dem DJ alle relevanten Informationen gibt, bekommt einen maßgeschneiderten Abend. Wer nur Datum und Adresse sendet, bekommt einen generischen Abend.

Warum das Briefing so wichtig ist

Ein DJ ist kein Zauberer. Er kann nicht wissen, dass ihr den Song der bei Onkels Trauung lief nie mehr hören wollt. Er kann nicht ahnen dass eure Gäste alle Techno-Fans sind. Er weiß nicht, ob Mitternacht eine Überraschungsaktion geplant ist.

Je mehr ein DJ über euch, euren Anlass und eure Gäste weiß, desto besser kann er darauf eingehen. Das Briefing ist kein Formular das man schnell ausfüllt — es ist ein Gespräch das die Grundlage für euren perfekten Abend legt.

Teil 1: Basis-Informationen

Diese Informationen braucht jeder DJ — egal ob für eine Hochzeit, einen Geburtstag oder eine Firmenfeier.

ANLASS: Was wird gefeiert? (Hochzeit / Geburtstag / Firmenfeier / ...)
DATUM: Wochentag, Datum
ORT: Location, Adresse, Stockwerk, Parkmöglichkeit
AUFBAUZEIT: Ab wann kann der DJ aufbauen?
BEGINN DER MUSIK: Wann beginnt der erste Song?
ENDE: Wann ist spätestens Schluss?
GÄSTEZAHL: Wie viele Personen kommen?
DURCHSCHNITTSALTER: Junge Crowd, gemischt, älteres Publikum?
ANSPRECHPERSON AM ABEND: Name + Handynummer

Teil 2: Must-Play-Liste

Das sind Songs die auf jeden Fall gespielt werden sollen. Wichtig: Haltet diese Liste kurz. 8–15 Songs sind ideal — mehr und der DJ hat keine Flexibilität mehr auf die Stimmung zu reagieren.

Notiert am besten nicht nur den Songnamen, sondern auch warum er euch wichtig ist und wann er gespielt werden soll. “Song X — Lieblingssong der Jubilarin, gerne zum Empfang” ist viel hilfreicher als nur “Song X”.

Must-Play Template
1. [Künstler] — [Song] → [Warum wichtig / Wann]
2. [Künstler] — [Song] → [Warum wichtig / Wann]
3. ...
Besonderer Moment: Erster Tanz / Einzug / Überraschung
Song dazu: [Künstler] — [Song] (evtl. Alternative: [...])

Teil 3: No-Play-Liste (genauso wichtig!)

Was auf keinen Fall gespielt werden darf. Das ist mindestens genauso wichtig wie die Must-Play-Liste — manchmal sogar wichtiger. Schlimm ist ein Abend ohne Lieblingssong. Schlimmer ist ein Abend mit dem Song der an den verstorbenen Vater erinnert.

Bestimmte Songs oder Künstler
Direkt nennen. Kein Erklärungsbedarf nötig — der DJ fragt nicht nach dem Warum.
Bestimmte Genres
Kein Schlager, kein Ballermann, kein Techno, kein Metal — was auch immer für euch nicht passt.
Bestimmte Texte
Bei Firmenfeiern besonders relevant: explizite Texte, politisch kontroverse Songs.
Lautstärke-Einschränkungen
Location-Regeln oder persönliche Präferenzen (Kinder dabei, ältere Gäste mit Hörproblemen).

Teil 4: Der Zeitplan

Ein guter Zeitplan gibt dem DJ die Struktur für den Abend. Er weiß wann er leise sein muss (Ansprache), wann er pushen kann (Tanzfläche öffnet) und wann ein besonderer Moment kommt (Überraschung um Mitternacht).

17:00 — Aufbau DJ beginnt
18:30 — Gäste kommen: Empfang, Hintergrundmusik (leise)
19:00 — Abendessen beginnt: entspannte Musik
19:30 — Begrüßungsrede (Musik runter, DJ ankündigt)
20:30 — Abendessen endet, Übergang in Party-Modus
21:00 — Tanzfläche: DJ heizt auf
22:00 — [Besonderer Moment — bitte klar beschreiben]
00:00 — Letzter Song (Wunsch?)
00:15 — Abbau beginnt

Teil 5: Der Technik-Rider

Was braucht der DJ von der Location? Das sollte vorab geklärt und dem DJ mitgeteilt werden. Nichts ist ärgerlicher als ein DJ der ankommt und keinen Strom hat oder keinen Eingang für Equipment findet.

Stromanschlüsse
Wie viele Steckdosen? Wo? Welche Absicherung (16A, 32A)? Sind separate Stromkreise für DJ und Licht vorhanden?
Aufbaubereich
Maße des DJ-Bereichs. Ist eine erhöhte Position (Podest, Bühne) vorhanden? Kann der DJ den Raum gut überblicken?
Anlieferung
Ladezugang, Aufzug, Parkplatz für Equipment-Transport. Wann kann angeliefert werden?
Location-eigene Anlage
Hat die Location eine feste Tonanlage? Falls ja: Specs, Anschlüsse, Kontaktperson für Technik.
Lautstärke-Limit
Gibt es offizielle oder informelle Obergrenzen? Wann muss leiser werden?

Das vollständige Briefing-Sheet als Übersicht

Schickt dem DJ euer Briefing am besten als strukturiertes Dokument — nicht alles gesammelt in einer langen Nachricht. Das macht es für den DJ einfacher, die wichtigen Informationen schnell zu finden.

DJ-Briefing Checkliste
Anlass & Datum
Location & Adresse
Aufbauzeit & Spielzeiten
Gästezahl & Altersstruktur
Must-Play-Liste (max. 15)
No-Play-Liste
Genre-Wünsche nach Phase
Besondere Momente mit Zeitangabe
Moderationswünsche
Technik-Rider (Strom, Zugang)
Lautstärke-Beschränkungen
Notfallkontakt am Abend

Was viele vergessen — und warum es wichtig ist

Ein paar Punkte die im Briefing oft fehlen:

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